Ferienexkursion Griechenland in den Pfingstferien 2026

Kanal von Korinth

Nach langem Warten und großer Vorfreude hieß es am Montag früh (25.05) für 35 Schülerinnen und Schüler in Begleitung durch Frau Erny und Herrn Reuter Reisebeginn nach Griechenland. Wir fuhren mit dem Bus nach Frankfurt an den Flughafen, von wo aus wir nach Athen geflogen sind. Empfangen von bestem Wetter in Athen ging es für uns gleich weiter in die Kleinstadt Tolo, die auf der Halbinsel Peloponnes liegt und auf dieser Reise unser erster Aufenthaltsort war.

Auf der etwa dreistündigen Busfahrt dorthin hielten wir am Kanal von Korinth, der das Festland und die Halbinsel trennt.

Erster Ausflug nach Mykene:

Unser erstes Ausflugsziel am Dienstag (26.05) war die antike Stadt Mykene. Zuerst besuchten wir das zur Ausgrabungsstätte gehörende Museum, bevor wir Mykene selbst erkundeten. Besonders die Architektur der monumentalen Gräber und das Löwentor waren sehr beeindruckend. Auch der Baustil, wie die zyklopischen Mauern und der technische Fortschritt der Griechen, wie etwa die Verwendung des sogenannten Entlastungsdreiecks hinterließen bei uns einen bleibenden Eindruck. Auf dem Berg in Mykene gab es dann die wohlverdiente Mittagspause, bevor wir uns auf die Rückfahrt ins Hotel begaben.

Löwentor in Mykene

Nachmittags gab es für alle eine Abkühlung im Meer, bevor wir nach dem Abendessen Tolo erkundeten und durch die Stadt schlenderten.

Tag 3: Olympia

Mittwochs sind wir nach Olympia, den Ursprungsort der olympischen Spiele, gefahren. Als erstes ging es für uns ins Museum, dann in die Außenanlage des antiken Olympia. Dort sahen wir die Statuen von Zeus, Nike und weiteren Gottheiten, sowie verschiedenste Tempel, die dort zu Ehren der Götter errichtet worden sind. Wir besuchten die Werkstatt des Phidias, der die berühmte Zeus-Statue erschaffen hat, bevor wir in einem Wettrennen auf der antiken Laufbahn gegeneinander angetreten sind – ein (historisch) sehr bewegender Moment, da hier bereits die griechischen Athleten für ihre Polis angetreten sind.

Im antiken Stadion in Olympia

Nauplia – die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands

Am nächsten Tag begannen wir unseren Stadtrundgang mit dem Besuch einer griechisch-orthodoxen Kirche. Frau Erny hat uns durch Nauplia geführt und uns die Stadt gezeigt, während Herr Reuter geschichtlichen Hintergrund lieferte. Anschließend waren wir in einem archäologischen Museum, bevor wir den Nachmittag zur freien Verfügung hatten. Einige ergriffen die Chance Nauplia und das Meer von oben zu sehen und stiegen auf die Festung. Andere wiederum gingen am Hafen spazieren, ein Eis essen oder in Souvenirläden shoppen. Am späten Nachmittag fuhr der Bus zurück nach Tolo und nach dem gemeinsamen Abendessen im Hotel ging es für einen Teil der Gruppe zum letzten Mal ans Meer, während andere im Aufenthaltsraum Karten spielten.

Blick von der Festung auf Nauplia

Epidauros, Korinth und die Fahrt nach Athen

Der Tag der Abreise aus Tolo und Anreise nach Athen war sehr ereignisreich. Wir legten auf der Busfahrt nach Athen zwei Stopps ein. Den ersten Halt machten wir in der antiken Stätte Epidauros und besichtigten diese. Vorallem das antike Theater versetzte uns alle ins Staunen. Nach etwa zwei Stunden ging die Fahrt weiter nach Korinth zu der archäologischen Stätte und dem Museum. Dort bekamen wir eine Vielzahl an alten Statuen, Vasen und kleinen Figuren zu sehen, die aus dem antiken Korinth stammen.

In Athen angekommen und nach einer Pause im neuen Hotel wurde uns eine kleine Stadtführung von Frau Erny gegeben. Vorallem die Universitätsgebäude Athens waren sehr eindrucksvoll und, um dem Tag ein rundes Ende zu verleihen, gingen einige mit Frau Erny in ein griechisches Restaurant inmitten Athens und der Rest der Gruppe suchte sich ein anderes Restaurant, um den langen Tag ausklingen zu lassen.

Vase im Museum im antiken Korinth

Am nächsten Tag besichtigten wir (mit einer großen Anzahl anderer Touristen) die Akropolis und das dazu gehörige Museum. Von oben genossen wir bei sehr sommerlichen Temperaturen den Blick auf die Agora, das Olympiastadion, die unzähligen Häuser mit ihren Flachdächern und Pools, das Gebirge und das Meer.

Von Athen aus unternahmen wir eine Tour nach Delphi, um dort vor Ort das Orakel kennenzulernen und zu befragen. Antike Architektur studierten wir am Schatzhaus der Athener. Auf der Rückfahrt hielten wir in dem kleinen Dorf Distomo und erfuhren aus der jüngsten Geschichte, dass dort vor ziemlich genau 82 Jahren Angehörige eines Regiments der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division ein furchtbares Massaker an der Zivilbevölkerung angerichtet hatten, bei dem 218 vor allem alte Menschen, Frauen und Kinder auf grausamste Weise getötet und das Dorf niedergebrannt worden war. An der Gedenkstätte waren die Namen der Opfer zu lesen. Herr Reuter bot uns eine Geschichtsstunde vor Ort, die viele sehr nachdenklich machte.

Den Abschluss des Tages verbrachten wir vor der Rückfahrt nach Athen im Kloster Hosios Loukas, wor es eindrucksvolle Mosaiken zu besichtigen und leckere Spezialitäten vom Kloster zu probieren gab.

Kloster Hosios Loukas

Einen richtigen Ferientag erlebten wir mit dem Ausflug zur Insel Ägina. Schon die Schifffahrt war ein Erlebnis. Ein Bus brachte uns zum Tempel der Göttin Aphaia, von wo man einen herrlichen Blick auf Insel und Meer hatte. Der anschließende Spaziergang brachte uns nach Agia Marina, wor wir den Nachmittag am Strand verbringen konnten. Vor der Rückfahrt nach Athen gab es ein gemeinsames Abendessen direkt am Strand in Ägina.

Tempel der Göttin Aphaia

Am letzten Tag gab es noch einen Stadtspaziergang, danach war die Zeit zur freien Verfügung – shoppen, genießen, essen.

Gruppenfoto mit der Akropolis im Hintergrund

An dieser Stelle möchten wir uns beim Verein der Freunde und Förderer, der die Reise großzügig bezuschusst hat, und beim Elternbeirat, der uns den Ausflug nach Ägina ermöglicht hat, bedanken.

Auch wollen wir uns herzlich bedanken bei Frau Erny und Herrn Reuter, die uns auf dieser Reise begleitet haben. Die gemeinsame Zeit mit ihnen und die zahlreichen Erlebnisse werden uns lange in Erinnerung bleiben.

von Laura Herrling und Theresa Horter (Kursstufe 1)